Sudan und Südsudan sind Nachbarländer mit vielen Völkern und Sprachen. Ältere Bilder verwenden »Sudan« oft für Orte beiderseits der heutigen Grenze, darunter Gemeinschaften am Nil und in Äquatoria.
Dauerhafte Zeichen sind auf historischen Porträts der Nuer und Dinka besonders sichtbar. Die waagerechten Stirnnarben der Nuer-Männer waren mit der Aufnahme ins Erwachsenenleben verbunden. Dinka-Gemeinschaften verwendeten andere Muster und Zeremonien.
Die Zeichen konnten zeigen, dass ein junger Mensch neue Verantwortung übernommen hatte. Körperbemalung, Perlen, Metallschmuck und Frisuren ergänzten das Aussehen. Bei manchen Gemeinschaften spielte Vieh auch für Namen, Wohlstand und Heirat eine wichtige Rolle.
Tänze und Kopfschmuck machen diese größere Welt in den Bildern lebendig. Die Menschen schmückten sich nicht einfach, um Fremde zu beeindrucken. Ihr Aussehen gehörte zu Beziehungen innerhalb der Gemeinschaft und zu den unterschiedlichen Anlässen und Abschnitten ihres Lebens.
