Peru ist die Heimat vieler indigener Völker der Anden und des Amazonasgebiets mit unterschiedlichen Sprachen und Körperkünsten. Die Gemeinschaften östlich der Berge sollten nicht einfach als Erweiterung der Inka-Kultur verstanden werden.
Historische Berichte beschreiben Zeichen an Mund und Wangen bei mehreren panosprachigen Völkern. Muster der Shipibo und Conibo erscheinen in Porträts neben Federschmuck und bemalten Körpern. Nicht jedes dunkle Zeichen auf einem alten Bild war zwangsläufig eine Tätowierung.
Das kené der Shipibo-Konibo ist eine reiche Tradition geometrischer Muster. Diese erscheinen auf Textilien, Keramik, Perlenarbeiten und anderen Flächen. Sie tragen Wissen, das mit der Gemeinschaft und ihrer Sicht auf die Welt verbunden ist.
Künstler haben kené auch auf große öffentliche Wandbilder gebracht. Die Muster finden weiterhin neue Orte und bleiben nicht nur in alten Fotos erhalten. Kleidung, Schmuck und bemalte Haut gehören zu dieser größeren Geschichte des Könnens und der Kreativität.
