Gabun ist ein zentralafrikanisches Land, zu dessen Völkern Fang, Kota und Punu gehören. Jedes entwickelte eigene Wege, den Körper zu schmücken und Menschen und Vorfahren in der Kunst darzustellen.
Porträts der Fang zeigen Gesichts- und Körperzeichen, Schmuck und sorgfältig angeordnetes Haar. Manche Muster waren tätowiert, andere wurden als erhabene Narben angelegt. Eine kräftige Kontur oder wenige dunkle Zeichen konnten dem Gesicht ein auffälliges Aussehen geben.
Punu-Masken zeigen oft ein idealisiertes Frauengesicht mit heller Farbe, aufwendiger Frisur und erhabenen Mustern auf Stirn und Schläfen. Das geschnitzte Gesicht spiegelt Schönheitsvorstellungen wider, gehört aber auch zu einer zeremoniellen Aufführung.
Wächterfiguren der Fang und Kota hatten einen anderen Zweck: Sie begleiteten die Überreste wichtiger Vorfahren. Manche waren aus Holz geschnitzt, andere mit glänzendem Metall bedeckt. Zusammen mit den Porträts lebender Menschen zeigen sie, wie Gesichter, Haare und Schmuck Schönheit mit Familienerinnerung verbinden konnten.
