Die Kelten waren Völker des antiken Europas, verbunden durch keltische Sprachen, nicht durch einen gemeinsamen Staat. Fließende Kurven, Spiralen und dreiarmige Triskelen wurden kennzeichnende Formen ihrer Schmuckkunst.
Römische Autoren beschrieben Druiden als religiöse Spezialisten. Caesar berichtete Schauerliches aus Gallien: Riesige Figuren aus geflochtenen Zweigen seien mit Menschen gefüllt und angezündet worden. Daraus entstand die berühmte Geschichte vom Weidenmann. Sie ist ein römischer Bericht, kein Beweis für einen Brauch aller keltischen Gemeinschaften.
Jahrhunderte später schufen christliche Künstler in Irland und Britannien reich verzierte Handschriften. Verschlungene Bänder, Tiere und kunstvolle Buchstaben füllten die Seiten und machten geschriebene Wörter zu eindrucksvollen Bildern.
Berühmte Beispiele sind die Lindisfarne-Evangelien, entstanden um 700 n. Chr., und das Book of Kells, entstanden um 800 n. Chr. Ihre Muster gehören zu einer größeren Welt des Handwerks und Schmucks. Die Handschriften sind allerdings Teil einer späteren christlichen Geschichte und stehen nicht unmittelbar mit den Druiden in Verbindung.
