Linien auf dem Kinn. Schönheit und Zugehörigkeit.
Weitere Bilder: Indigene Völker Kaliforniens →Zu Kaliforniens indigenen Völkern gehören viele Gemeinschaften mit eigenen Sprachen und Körperkünsten. Kinntätowierungen sind besonders bei Frauen der Yurok, Karuk und Hupa im Norden gut dokumentiert. Andere Gruppen hatten andere Muster.
Feine Linien konnten ein kräftiges Muster im Gesicht bilden. Anzahl, Breite und Anordnung waren unterschiedlich. Schönheit, Reife und Zugehörigkeit konnten dabei eine Rolle spielen. Eine einzige Erklärung passt nicht zu jeder Trägerin.
Manche Tätowierungen von Männern hatten auch einen praktischen Zweck. Historische Berichte beschreiben Armtätowierungen, mit denen Schnüre aus wertvollen Muscheln gemessen wurden. Ein Zeichen auf der Haut konnte helfen, den Wert einer Schnur festzustellen.
Korbgeflechte, Muschelschmuck und Kleidung zeigen weitere Formen geschickter Handarbeit. Indigene Tätowiererinnen und Tätowierer greifen die Tätowierungstraditionen heute wieder auf. Diese Porträts gehören zu einer Geschichte, die weitergeht, nicht zu einer Welt, die mit der Aufnahme endete.
